Was bedeutet UI und UX eigentlich?

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Der Bereich des Designs ist voller Abkürzungen wie UX, UI usw. Vieles hat mit Design zu tun, einiges mit Nutzerfreundlichkeit. Aber was ist jetzt was, und was unterscheidet beispielsweise einen UX-Designer von einem UI-Designer?

UX und UI Design

UX und UI gehören zu den am häufigsten verwechselten und falsch verwendeten Begriffen im Web. Beide sind zwar entscheidend für ein Produkt und gehören eng zusammen. Dennoch sind ihre Rollen völlig unterschiedlich: User-Experience-Design ist mehr analytisch und technisch besetzt, während das User-Interface-Design eher in Richtung Grafik-Design geht – wenn auch in einer komplexeren Art und Weise.

Organe als UX-Design

Ein Beispiel, das bei der Definition der beiden Termini helfen könnte, führt Emil Lamprecht in seinem Post „The Difference Between UX and UI Design“ an: Man stelle sich zuerst ein Produkt als den menschlichen Körper vor. Dabei repräsentieren die Knochen den Code, der ihm Struktur gibt. Die Organe stehen für das UX-Design – das Vermessen und Analysieren neuer und alter Daten, um gleichzeitig die lebenswichtigen Funktionen aufrechtzuerhalten. Das UI-Design stellt den kosmetischen Aspekt des Körpers dar: seine Präsentation, Sinne und Reaktionen.

Sie sind immer noch verwirrt? Kein Problem: Um den feinen Unterschied zwischen User Interface und User Experience herauszustellen, werden wir die beiden Begriffe genauer definieren.

User Interface

Das User Interface oder auch Benutzerschnittstelle bezeichnet die Oberfläche, auf der die Interaktion zwischen Mensch und Maschine stattfindet. Das UI gehört dabei weder zum Menschen noch zur Maschine. Ziel ist es, die Benutzerschnittstelle für den User nutzbar und sinnvoll zu gestalten, damit dieser leichter operative Entscheidungen ausführen kann.

Ein User-Interface-Designer ist laut Lamprecht entscheidend für jedes digitale Interface. Für Kunden ist die UI das wichtigste Vertrauen schaffende Element. Der UI-Designer muss den Markencharakter auf das Produkt übertragen. Vereinfacht gesagt beschäftigt sich UI-Design mit der visuellen Darstellung: dem Layout, den Farben, Buttons, Bildern, Illustrationen, etc. Es ist der Teil einer Website, den der User tatsächlich sieht und mit dem er interagiert. Oder wie es Erik Flowers in seinem Artikel „UX is not UI“ ausdrückt:

UI design produces a product’s: Skin – a product’s visual/graphic presentation. Senses – a product’s reactivity and interactivity in response to a user’s input or different display environments. And makeup – a product’s guides, hints, and directives that visually leads users through their experience.

User Experience

Der Begriff User Experience umfasst alle Aspekte der Interaktion eines Nutzers mit einem Produkt, aber auch der herstellenden Firma und ihren Dienstleistungen. UX beschreibt sämtliche Erwartungen, Wahrnehmungen und Reaktionen, die vor, während und nach der Nutzung auftreten. Es geht darum, wie Sites strukturiert und organisiert sind, wie User von Website zu Website navigieren – sprich: um den Prozess, der Nutzer von A nach B bringt. An erster Stelle steht nach Meinung von Michael Wörmann für UX-Designer die Zufriedenheit der User mit dem Angebot. Des Weiteren ist die sogenannte Joy of Use ein wichtiger Anhaltspunkt für eine positive Erfahrung. Sie entsteht, wenn der Nutzer mit Hilfe des Mediums seine Nutzungsziele einfach und angenehm erreichen kann. Die größte Freude bereiten Nutzern Erfolgserlebnisse.

User-Experience-Design befasst sich für Ezequiel Bruni („The Difference Between UX and UI Design Finally Explained“) mit dem Verständnis, wie User mit einer Plattform umgehen. Grundlage eines guten UX-Designsbilden beispielsweise Recherche, Interviews, das Kreieren einer Zielgruppe, die Prüfung von Usability- und Accessibility-Bedenken und vieles mehr. User Experience ist das nicht greifbare Design einer Strategie, die uns zu einer Lösung führt, meint Erik Flowers. Clark Wimberly, selbst UX-Designer, beschreibt die Aufgabe von User Experience wie folgt:

It’s my job to be inside a user’s brain. I need to look at design from the mindspace of a user (actually, lots of users) and squash potential problems or confusion.

UX is not UI

Was sind jetzt also die Unterschiede zwischen User Experience und User Interface? Der wichtigste Punkt ist – da sind sich die Experten im Web einig – dass UX nicht nur aus UI-Design besteht. Letzteres macht dennoch einen großen Teil der User Experience aus, denn oftmals gestaltet der UX-Designer auch das Interface.

 

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